Die Ballerina-Serie folgte auf Degas' frühere Studien von Frauen der unteren und mittleren Klasse, in denen er den Moment festhielt, in dem sie ihr öffentliches Gesicht fallen ließen, und der Schein einem Bewusstsein für die Realität sowohl ihrer selbst als auch ihrer Umgebung Platz machte. Bei Ballerinen interessierte er sich vor allem für den Kontrast zwischen ihrer Schönheit und Anmut auf der Bühne und der Realität der physischen und physiologischen Mühe, die eine solche Kunstfertigkeit die Darsteller kostete. Von den mehr als 200 Werken zeigen nur 50 die Tänzer auf der Bühne, der Rest spielt sich bei Proben ab oder fängt flüchtige, private Momente wie diesen ein. Degas war fasziniert vom Umfeld der Tänzerinnen, den Proben und Momenten in den Kulissen, zu denen er bis 1885 keinen Zugang hatte. Er interessierte sich erst seit 1870 für das Ballett und ein Blick hinter die Bühne war auf langjährige Sponsoren beschränkt. Frohe Ostern!




Drei Tänzer in einem Übungssaal
Öl auf Leinwand • -