Wir präsentieren das heutige Gemälde Dank unseres geliebten Kröller-Müller Museum. Das Gemälde ist als Leihgabe beim Fries Museum in Leeuwarden, für eine spezielle Mata Hari – Ausstellung bis zum 2. April 2018.
Von jungen Jahren an erhielt Isaac Israels Training im Studio seines Vaters Jozef Israels, dem berühmten Maler der Den Haager Schule. Nach einer kurzen Zeit des Studiums an der Rijksakademie, blieb Isaac in Amsterdam und dokumentierte das Stadtleben und dessen turbulentes Nachtleben. Er malte schnell, ohne zu viele Details; er interessierte sich für die charakterisierenden Aspekte seines Subjekts. Israels malte viele Frauen, als erstes hauptsächlich Fabrikarbeiterinnen und Hausfrauen, später auch elegante Damen.
Die friesische Mata Hari, deren tatsächlicher Name Margaretha Zelle war, trat in ganz Europa als exotische Tänzerin auf. Besonders in Paris war sie begehrt. Sie wurde der Spionage für die Deutschen während des Ersten Weltkrieges beschuldigt und 1917 durch ein Hinrichtungskommando exekutiert.
Israels malte dieses monumentale Porträt von Mata Hari im Vorjahr, während sie temporär in Den Haag lebte. Er porträtiert sie als eine elegante, selbstsichere junge Frau. Das Gemälde ist in losen, schnellen Pinselstrichen und Flecken mit wenig Farbe ausgeführt. Die ganze Aufmerksamkeit ist auf ihre große, ehrwürdige Statur fokussiert.