Frühstückszeit by Hanna Pauli - 1887 - 87 x 91 cm Nationalmuseum Frühstückszeit by Hanna Pauli - 1887 - 87 x 91 cm Nationalmuseum

Frühstückszeit

Öl auf Leinwand • 87 x 91 cm
  • Hanna Pauli - 13. Januar. 1864 - 29. Dezember. 1940 Hanna Pauli 1887

Zur Feier des Monats der Frauengeschichte machen wir weiter mit dem heutigen Werk von Hanna Hirsch-Pauli. Wir präsentieren es dank des Nationalmuseums in Stockholm. Viel Spaß! :)

Bis heute ist Hanna Hirsch-Paulis Gemälde Frühstückszeit von 1887 immer noch in der Lage, Gefühle von intensiver genussvoller Freude bei den Betrachtern hervorzurufen. „Wir fühlen uns wirklich eingeladen; es ist einfach genau wie unser eigenes Frühstücksritual. Die Stühle warten schon auf uns und wir können beinahe fühlen, wie der schwere Teekessel sich neigt, wenn wir ihn anheben.“

Der Tisch, der mit schönen Dingen gedeckt ist, stellt die Assoziation zu Familienleben und Häuslichkeit her. Das Bild zeigt einen Winkel Realität, in dem das kleinbürgerliche Speisezimmer in den Garten verlegt wurde.

Dies ist ein Gemälde im Freien, völlig lichtdurchflutet. Der Bild ist übersät von Lichtreflexionen, die den Gegenständen einen angedeuteten Schimmer verleihen. Es ist ein Gemälde der goldenen Mitte; mit seiner linearen Perspektive, die unmittelbar verankert ist in der klassizistischen Tradition, jedoch ebenso inspiriert von der Art und Weise, in der die Impressionisten Licht mithilfe von Farbe darstellten. Wie viele schwedische Künstler zu dieser Zeit lernte Hanna Hirsch-Pauli in Paris und stellte im Salon aus.

Der Einsatz von Licht, die lebendigen Pinselstriche und die dick aufgetragene Farbe riefen bei etlichen schwedischen Kritikern zu der Zeit Empörung hervor. Sie sahen ihre Technik als schludrig an und ein Kritiker meinte, dass die Lichtflecken auf dem Tischtuch wohl das Ergebnis dessen seien, dass die Künstlerin ihren eigenen Pinsel daran abgewischt hat. In den späten 1880ern spielte Frühstückszeit eine wichtige Rolle in Hanna Hirsch-Paulis Durchbruch als Künstlerin. Wie wir sehen können, war sie bereits eine versierte Koloristin und entwickelte diese Fähigkeiten in ihrer Porträtmalerei weiter.