Madonna umringt von Seraphim und Cherubim by Jean Fouquet - 1454 - 1456 - 94 x 85 cm Koninklijk Museum voor Schone Kunsten Antwerpen (KMSKA) Madonna umringt von Seraphim und Cherubim by Jean Fouquet - 1454 - 1456 - 94 x 85 cm Koninklijk Museum voor Schone Kunsten Antwerpen (KMSKA)

Madonna umringt von Seraphim und Cherubim

Öl auf Panel • 94 x 85 cm
  • Jean Fouquet - ca.1420 - 1481 Jean Fouquet 1454 - 1456

Dieses faszinierende spätmittelalterliche Meisterwerk ist der absolute Höhepunkt der Sammlung des KMSKA. Jean Fouquets Madonna, umgeben von Seraphim und Cherubim, sieht bemerkenswert modern aus. Dennoch hat sie der französische Hofmaler Jean Fouquet Mitte des 15. Jahrhunderts gemalt. Fouquet stellt die Jungfrau Maria als die Königin des Himmels, die erhabene Mutter Gottes, dar. Der ungewöhnliche, intensive Farbgebrauch und die kühne Darstellung machen das Gemälde faszinierend.

Maria sitzt auf ihrem Thron, steif und still. Oder steht sie in Wirklichkeit? Neun Engel drängen sich um sie herum. Die drei blauen Cherubim stehen für Reinheit und Luft, die sechs roten Seraphim für Liebe und Feuer. Maria ist im aristokratischen Stil des 15. Jahrhunderts gekleidet. Ihr Umhang und ihre Krone betonen ihr Ansehen. Die umschnürte Taille betont ihre volle, nackte Brust, was dem Gemälde eine fast erotische Note verleiht. Agnès Sorel war wahrscheinlich das Modell für die Madonna. Die Mätresse und Ratgeberin Karls VII. war sowohl berühmt als auch berüchtigt für ihre Schönheit. Als stillende Madonna vermochte Sorel das herrschende Schönheitsideal zu verkörpern.

Fouquet brach mit der Tradition und malte die Madonna als sinnliche und modische Frau. Charakteristisch sind die gläserne Distanziertheit und der abwesende Blick, den er seinen Figuren verlieh. Das Kind auf ihrem Schoß scheint völlig uninteressiert an ihrer Brust, und Maria ermutigt ihn nicht wirklich zum Saugen. Das Christkind konzentriert sich auf etwas anderes. Er zeigt auf den anderen Flügel des Diptychons - genauer gesagt auf den Mäzen des Künstlers, Etienne Chevalier. Als würde er zu seiner Mutter sagen: "Dieser Mann verdient einen Platz im Himmel. Werden Sie ein gutes Wort für ihn einlegen?

Wir präsentieren das heutige AMAZING-Gemälde dank des Königlichen Museums der Schönen Künste in Antwerpen (KMSKA).

P.S. Es gibt endlose Madonnen, die im Laufe der Kunstgeschichte gemalt wurden. Sieh an diesen wenigen Beispielen, wie unterschiedlich sie sein können: Giotto, Fra Filippo Lippi, aber auch Edvard Munch und Salvador Dalí.