Élisabeth Chaplin war eine französisch-toskanische Malerin, die im Stil der Nabis arbeitete. Sie stammte aus einer Familie von Maler*innen und Bildhauer*innen – ihre Mutter war eine Dichterin und Bildhauerin, ihr Onkel ein Maler und Radierer, der Künstler*innen wie Mary Cassatt unterrichtete. Chaplin begann mit der Malerei, ohne eine formale Ausbildung zu haben. Nachdem sie als Kind in die Toskana gezogen war, brachte sie sich die Malerei selbst bei, indem sie klassische Werke in den Uffizien kopierte. Die Familie Chaplin zog 1916 nach Rom, wo sie Paul-Albert Besnard kennenlernte, einen französischen Maler und Grafiker, der einer ihrer Mentoren werden sollte. Die Werke der Künstlerin zeigen oft farbenfrohe Familienszenen und Porträts. Sie stellte viel in Italien aus, bevor sie in den späten 1930er Jahren nach Paris zog, wo sie große öffentliche Werke in Notre-Dame de Salut und Saint Esprit schuf und mit der Ehrenlegion der Französischen Republik ausgezeichnet wurde. Später ließ sich die Künstlerin in Fiesole nieder und wurde mit Ausstellungen in den renommiertesten Häusern von Florenz wie dem Palazzo Strozzi und einer posthumen Ausstellung im Palazzo Vecchio geehrt.
Sie ist bekannt für ihre Porträts und toskanischen Landschaften. Die meisten davon befinden sich in der modernen Kunstsammlung des Palazzo Pitti in Florenz. Zwei Selbstporträts von ihr gehören zur Sammlung des Vasarikorridors. Heute zeigen wir ein sehr intimes Porträt von ihrer Schwester, wie sie Geige spielt. Wunderschön!
Wenn ihr mehr Kunst von Künstlerinnen entdecken wollt, schaut euch unsere Notizbücher und Postkarten an. :)
P.S. Entdeckt das intime Porträt der berühmten Schriftstellerin Virginia Woolf, gemalt von ihrer Schwester Vanessa Bell! Und wenn ihr noch mehr Porträts von Schwestern in der Kunst sehen wollt, schaut euch den Artikel unten an!