Abstrakte Komposition by Mainie Jellett - 1929 - 91,5 x 71 cm Private Sammlung Abstrakte Komposition by Mainie Jellett - 1929 - 91,5 x 71 cm Private Sammlung

Abstrakte Komposition

Öl auf Leinwand • 91,5 x 71 cm
  • Mainie Jellett - 29 April 1897 - 16 February 1944 Mainie Jellett 1929

Mainie Jellett war eine irische Malerin, Bühnenbildnerin, Schriftstellerin, Dozentin, Kunstverwalterin und eine Pionierin der Moderne in Irland. Sie wurde in Dublin geboren und begann ihr Studium an der Metropolitan School of Art, bevor sie von 1917 bis 1919 an der Westminster School of Art in London unter Walter Sickert weiterlernte. 1920 zog sie nach Paris, um bei André Lhote und später Albert Gleizes zu studieren, deren Einfluss in der Kombination aus kräftigen Farben und abstrakten Formen in dem hier gezeigten Werk deutlich wird. Die geschwungenen Formen stehen in engem Zusammenhang mit Jelletts Serie kubistischer Arbeiten und zeigen zugleich ihr Verständnis für Gleizes’ Prinzipien der Translation und Rotation. In den 1920er Jahren entwickelte sie ihre Kompositionen weiter – von einfachen Strukturen mit einer einzigen Rotation um eine Achse hin zu komplexeren Werken mit Rotationen von sieben oder acht Elementen.

Bis 1923 hatte sie einen vollständig abstrakten, kubistisch inspirierten Stil angenommen. Ihre avantgardistische Herangehensweise stieß jedoch zunächst auf Spott, als sie in der Dublin Painters' Society ausgestellt wurde. Unbeirrt setzte sie sich dafür ein, das konservative künstlerische Klima Irlands herauszufordern. In einer kulturell abgeschotteten Zeit nutzte sie Essays und Vorträge, um für den Modernismus zu werben.

Wir präsentieren dieses Werk heute im Rahmen unserer Feierlichkeiten zum Monat der Frauengeschichte.

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